|
Einsatz der TA-MS-Skimmer-Kopplung |
|
|
Michael Feist Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin,
|
|
Es wird über die Aufklärung des thermischen Verhaltens von Verbindungen aus verschiedenen Stoffklassen berichtet, wobei dem Informationsgewinn durch die Kombination von TA-MS-Skimmer-Kopplung und PulseTA® besonderes Interesse gilt. [(amH2)1.5][Zr3(PO4)3F6]×1,5H2O (ZrPOF-3) gehört zur Gruppe der Zirkoniumphosphatfluroride, deren Verwandschaft mit den Aluminophosphat-Zeolithen (AlPO-n) auf den Templateinfluss (hier 1,4-Diaminocyclohexan, am) und die hydrothermalen Synthesebedingungen zurückgeht [1]. Der vierstufige Zersetzungsverlauf in Luft lässt sich bei sicherer Unterscheidung von NH3, H2O und HF beschreiben als Abfolge von reversibler Dehydratation, Zusammenbruch der 2D-Matrix in der "Templat-Stufe", Verkokung und schliesslich Ausbrennen des Kohlenstoffs. ß-CrF3 weist eine Hohlraumstruktur (HTB) auf und kann daher in Abhängigkeit von den Herstellungsbedingungen (z.B. mit self-generated atmosphere [2] ) kleine Moleküle in die Struktur einlagern. Am Beispiel von
ß-CrF3×0,05H2O×0,06NH3 wird gezeigt, dass mittels
PulseTA® nicht nur die TG-Auswertung bezüglich des
NH3-Gehalts korrekt vorgenommen sondern auch alle wichtigen Details des thermischen Verhaltens eines hydrolysegefährdeten Fluorids quantitativ beschrieben werden können. Voraussetzung hierfür ist u.a. eine Kalibrierung des Ionenstrom-Signals für F bzw. HF. Aufbauend auf den Empfehlungen in [3] wird eine Methode unter Verwendung von
NaHF2×nH2O vorgestellt. Zur Massenzahl m/e 20 tragen neben
HF+ auch H218O+ und Ar++
bei, so dass m/e 19 (F+, H3O+) als für HF charakteristische Massenzahl ausgewertet wird.
|