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Eingehende Charakterisierung des Pyrolyseverhaltens von Polysilazanen mit Hilfe von TG-FTIR-Kopplungsexperimenten |
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Jürgen Hacker, Günter Motz, Günter Ziegler Lehrstuhl Keramik und Verbundwerkstoffe, Institut für Materialforschung (IMA I), Universität Bayreuth, 95440 Bayreuth
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Nichtoxidische keramische Werkstoffe wie Siliciumnitrid oder Siliciumcarbid
fanden ab der Mitte des letzten Jahrhunderts auf Grund ihrer guten mechanischen Eigenschaften selbst unter extremen Bedingungen als Hochleistungswerkstoffe eine immer breiter werdende Anwendung. Gegenüber Metallen zeichnen sich diese keramischen Materialien durch ihre ausgezeichnete thermische Stabilität, die gute Korrosions-, Oxidations- und Kriechbeständigkeit sowie ihre hohe Festigkeit bei gleichzeitig niedriger Dichte aus. Diesen positiven Eigenschaften stehen jedoch zwei problematische Aspekte gegenüber: Zum einen führt die hohe Sprödigkeit keramischer Materialien im Schadensfall zum völligen
Versagen eines Bauteils, zum anderen ist eine Nachbearbeitung meist nur mit Diamantwerkzeugen möglich. Außerdem können viele, in der
Kunststoffverarbeitung etablierte Formgebungsverfahren bei der Keramikherstellung auf Grund der hier üblichen Pulvertechnologie nicht eingesetzt werden. Die
Verwendung anorganischer Polymere als Vorstufen für Keramiken (Precursoren) bietet eine Alternative die genannten Schwierigkeiten zu überwinden.
Die TG-FTIR-Untersuchungen an diesen Polymeren erfolgte sowohl im Argon- als auch im Stickstoffstrom. Die Maximaltemperatur von 1600 °C wurde dabei mit einer konstanten Heizrate von 5 K/min erreicht und wahlweise für eine Stunde gehalten. Die Einwaagen betrugen jeweils rund 100 mg.
[1] J. Hacker, G. Motz, G. Ziegler, in "Ceramic Materials and Components for Engines",
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